F 88 - Verena Jantsch-Plunger - Meiose

Sprecher:
Verena Jantsch-Plunger

bewilligt: 2022

Universität/Forschungsstätte: Universität Wien, Max Perutz Labs

verena.jantsch(at)univie.ac.at

Website: under construction


Beteiligte Universitäten

  • Institut für Molekulare Biotechnologie, Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, IMBA/ÖAW 
  • Johannes Kepler Universität Linz
  • Institute of Science and Technology Austria
     

In unseren Zellen ist jedes Chromosom zweimal vorhanden, wobei eine Kopie vom Vater und eine von der Mutter vererbt wird. Bei der Befruchtung verbinden sich die männlichen und weiblichen Geschlechtszellen. Um den korrekten Chromosomensatz unseres Nachwuchses sicherzustellen, wird dieser Satz während der Entwicklung von Spermium und Ei halbiert. Die spezialisierte Zellteilung der Meiose bewerkstelligt dies in einem faszinierenden Tanz der Chromosomen und ordnet während dieses Prozesses das genetische Material in jeder Generation neu an. Fehler in der Meiose sind Ursache für Fehlgeburten, Unfruchtbarkeit und genetische Erkrankungen, aber auch im positiven Sinn für Anpassung und Evolution. Trotz weitreichender Forschungserfolge fehlt uns weiterhin ein umfassendes mechanistisches Verständnis der vielen Teilschritte der Meiose und davon, wie sogenannte parthenogenetische (asexuelle) Organismen die Meiose „umfunktionieren“. In diesem Spezialforschungsbereich sollen diese grundlegenden Themen in verschiedensten Modellorganismen bis zum Menschen durchleuchtet werden. Dabei setzt man auf die breit gefächerte Expertise der neun SFB-Mitglieder, die von Zellbiologie, Genetik, Biochemie und Strukturbiologie bis Biophysik, Informatik und mathematischer Modellierung reicht.

Die Abteilung für Chromosomenbiologie an der Universität Wien weist eine lange Tradition erfolgreicher Meioseforschung auf. In diesem Spezialforschungsbereich werden auch hervorragende Spezialist:innen von der Johannes Kepler Universität Linz, dem ISTA und dem IMBA einbezogen, um das Kernteam an der Universität Wien zu verstärken.

Das 200-jährige Jubiläum für Gregor Mendel‘s Geburtstag fällt ins Jahr 2022. Gregor Mendel konnte zwar noch nichts von Chromosomen ahnen, erkannte aber als erster die Regeln für die Vererbung von genetischen Merkmalen. Heute wissen wir, dass die Verteilung der Chromosomen bzw. die Neuanordnung von Genen auf den Chromosomen im Zuge der meiotischen Zellteilung das Herzstück der Genetik sind. Wir fühlen uns daher besonders geehrt, dass der Start unseres SFBs in das Jahr 2022 fällt.


Sprecher des SFBs
Verena Jantsch-Plunger, Universität Wien, Max Perutz Labs
verena.jantsch(at)univie.ac.at


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Kontakt
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1090 Wien, Sensengasse 1
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