Ihre wissenschaftliche Karriere nimmt weiter Fahrt auf: Die Informatikerin Shqiponja Ahmetaj erhält den Hedy Lamarr Preis 2022 der Stadt Wien. © Luiza Puiu

Die Informatikerin Shqiponja Ahmetaj (TU Wien) erforscht neue Ansätze, wie die Qualität des Datenaustausches im Web weiterentwickelt werden kann. Nachdem sie im letzten Jahr eine „netidee SCIENCE“-Förderung der Internet Stiftung in Kooperation mit dem FWF erhalten hat, zeichnet die Stadt Wien sie nun mit dem Hedy Lamarr Preis 2022 aus.

Die an der Technischen Universität Wien tätige Forscherin Shqiponja Ahmetaj erhält den diesjährigen Hedy Lamarr Preis. Mit dieser Auszeichnung holt die Stadt Wien herausragende Leistungen von IT-Forscherinnen vor den Vorhang und macht so ihre Stärke in diesem Bereich sichtbar. 

„Ich bin sehr dankbar und überglücklich, den Hedy Lamarr Preis 2022 zu erhalten“, betonte Preisträgerin Shqiponja Ahmetaj in ihrer Dankesrede anlässlich der Preisverleihung. „In unserem digitalen Zeitalter spielen Daten eine immer wichtigere Rolle. Daten müssen korrekt und verlässlich sein, um für Menschen und Anwendungen von Nutzen zu sein. Angesichts der noch nie dagewesenen Vielfalt und Menge an Daten, über die wir mittlerweile verfügen, ist aber genau das allzu oft nicht gewährleistet. Insbesondere im Internet gespeicherte Daten sind oft unvollständig oder fehlerhaft, was wiederum zu falschen Schlussfolgerungen führen kann. Somit stellt die Sicherung von Datenqualität heutzutage eine dringendere Herausforderung dar als je zuvor. Ich arbeite daran, die Grundlagen für automatisiertes Datenqualitätsmanagement zu schaffen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Online-Daten. Hoffentlich mache ich durch meine Arbeit auch anderen jungen Frauen Mut, eine Laufbahn im Bereich Informatik einzuschlagen.“

Datenqualität als zentraler Aspekt der digitalen Transformation

„In ihrer Forschungsarbeit entwickelt Dr.in Shqiponja Ahmetaj die theoretischen Grundlagen zur automatischen Sicherstellung der Datenqualität im Web und achtet dabei gleichzeitig auf Praxisorientierung und Nachhaltigkeit“, begründet Laura Kovacs, Professorin an der TU Wien und Jurymitglied, die Auswahl der Siegerin. „Dr.in Shqiponja Ahmetaj kann wie Hedy Lamarr auf eine internationale Karriere zurückblicken. Als Mutter und gleichzeitig Wissenschaftlerin in einem männlich dominierten Bereich ist sie insbesondere für junge Mädchen und Akademikerinnen ein tolles Vorbild und eine würdige Preisträgerin.“

Erfolgreiche wissenschaftliche Karriere in der Informatik 

Shqiponja Ahmetaj promovierte am Institute for Logic and Computation der Technischen Universität Wien. International war sie bereits an mehreren europäischen Universitäten (Dresden, Bozen, Oxford, Edinburgh, St. Petersburg) und in der Wirtschaft (Trient, Kalifornien) tätig. Shqiponja Ahmetajs Forschungsergebnisse wurden in mehreren renommierten Fachzeitschriften und bei Fachveranstaltungen präsentiert und zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie verschiedene Forschungskreise erreichen – wie etwa die Bereiche Wissensdarstellung und Argumentation, künstliche Intelligenz, Datenbanktheorie und semantische Netze. 
Seit 2021 unterstützt der FWF dank der finanziellen Unterstützung der Internet Stiftung die Forschungsarbeiten von Shqiponja Ahmetaj mit einer „netidee SCIENCE“-Förderung in der Höhe von 260.000 Euro.  

Über den Hedy Lamarr Preis

Die Stadt Wien verleiht den Hedy Lamarr Preis jedes Jahr gemeinsam mit DigitalCity.Wien. Der Preis ist mit EUR 10.000 dotiert. Eine unabhängige Fachjury beurteilt die Forschungsprojekte der Kandidatinnen und bestimmt die Preisträgerin. Jurymitglieder sind die Preisträgerinnen der Vorjahre – Johanna Pirker, Laura Nenzi, Martina Lindorfer und Verena Fuchsberger-Staufer – und die anerkannten Wissenschaftlerinnen Ivona Brandić, Laura Kovacs und Martina Mara. Nominierung und Qualitätssicherung erfolgen durch den FWF und die FFG.


Weitere Informationen 

Digital.City Wien: https://www.digitalcity.wien/aktivitaeten/hedy-lamarr-preis/

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