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Gruppenbild im freien, an einem blauen Seil ziehend: FWF-Präsident Klement Tockner, Sektionsleiterin Barbara Weitgruber, CDG-Präsident Martin Gerzabek, BMBWF-Fachreferentin Sandra Allmayer, FHK-Generalsekretär Kurt Koleznik und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann.
Ziehen mit dem Förderungsprogramm doc.funds.connect an einem Strang in der österreichischen Doktoratsausbildung, um Forschenden einen neuen Karriereweg zu ermöglichen: FWF-Präsident Klement Tockner, Sektionsleiterin Barbara Weitgruber, CDG-Präsident Martin Gerzabek, BMBWF-Fachreferentin Sandra Allmayer, FHK-Generalsekretär Kurt Koleznik und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann. Nicht auf dem Bild, aber Teil der Kooperation: uniko-Präsidentin Sabine Seidler.

Doktorandinnen und Doktoranden können in Österreich einen neuen Karriereweg einschlagen: Das Förderungsprogramm doc.funds.connect macht eine gemeinsame Doktoratsausbildung zwischen Fachhochschulen und Universitäten möglich. Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung initiierte Angebot steht gemischten Teams aus beiden Bereichen offen. Der Wissenschaftsfonds FWF startet in Kooperation mit der Christian Doppler Forschungsgesellschaft am 21. September 2020 die erste Ausschreibungsrunde.

Wissenschaft und Forschung, tertiäre Bildung und forschungsbasierte Innovationen sind Bausteine für ein zukunftsorientiertes Österreich. Unverzichtbar dabei sind die an und von österreichischen Universitäten und Fachhochschulen erbrachte Qualität und Exzellenz in Forschung und Lehre. Schließen sich Forschende von Fachhochschulen und Universitäten zusammen, um gemeinsam ein exzellentes Forschungsprojekt voranzubringen, werden sie künftig bis zu einem Zeitraum von vier Jahren in vollem Umfang vom Wissenschaftsfonds FWF im Rahmen des neuen Programms doc.funds.connect gefördert. Mit dem neuen Angebot eröffnen sich für Forschende und Institutionen Möglichkeiten einer fruchtbaren Kooperation im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung.

Neues FWF-Förderungsprogramm doc.funds.connect ab September 2020

Das kooperative Doktorat zwischen Universitäten und Fachhochschulen wurde von der österreichischen Bundesregierung bereits im Regierungsprogramm angekündigt, um weitere Synergien in der heimischen Forschungslandschaft zu heben. Das Programm wird nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den österreichischen Forschungsinstitutionen intensivieren, sondern auch die Forschungskompetenz der Fachhochschulen auf hohem internationalem Niveau weiter ausbauen und Forschenden mehr Flexibilität und Möglichkeiten bieten.

Exzellente Forschung an Fachhochschulen und Universitäten ausbauen

„Ziel der Bundesregierung ist es, die Forschungszusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und Universitäten weiter zu intensivieren und exzellente Wissenschaft in beiden Bereichen zu fördern. Das neue Angebot eröffnet Forschenden einen attraktiven Karriereweg und Österreich mehr Chancen, forschungsbasiertes Know-how hervorzubringen“, erklärt Wissenschaftsminister Heinz Faßmann zum Programmstart.

„Durch die enge Kooperation zwischen Fachhochschulen und Universitäten werden attraktive Bedingungen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler geschaffen“, so FWF-Präsident Klement Tockner, und weiter: „Mehr denn je ist ein offenes und kreatives Forschungsumfeld gefordert.“

„Das Programm bietet die Chance, das themenspezifische forschungsseitige Zusammenwachsen von Universität und Fachhochschule durch gemeinsame Doktorandinnen und Doktoranden zu beflügeln, ohne dass die jeweiligen Stärken der Partner aufgegeben werden müssen, und genau darauf kommt es an“, so uniko-Präsidentin Sabine Seidler.

„Die Stärke der Fachhochschulen hat sich in den letzten Jahren auch an den sichtbaren Ergebnissen in Forschung und Entwicklung gezeigt. Die kooperative Doktoratsausbildung durch das Programm doc.funds.connect an Fachhochschulen kommt daher zum richtigen Zeitpunkt“, meint FH-Generalsekretär Kurt Koleznik, und fügt hinzu: „Wir begrüßen es sehr, dass damit dem wissenschaftlichen Personal inhaltliche Perspektiven und Karrierepfade geboten werden. Dies dient vor allem der Weiterentwicklung der Forschung.“

„Das Programm doc.funds.connect ist ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Fachhochschulen und Universitäten und eine Stärkung der anwendungsorientierten Grundlagenforschung. Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft freut sich, dieses Programm, das einen Gewinn und eine Stärkung für alle Partnerinstitutionen darstellt, mit begleiten zu können“, betont CDG-Präsident Martin Gerzabek.

Ausschreibung läuft bis Ende November

Das doc.funds.connect-Programm wird von Ende September bis Ende November 2020 über den Wissenschaftsfonds FWF ausgeschrieben. Das Förderungsvolumen beträgt fünf Millionen Euro, die Vergabe erfolgt über das internationale Qualitätssicherungsverfahren des FWF. Expertinnen und Experten der Christian Doppler Forschungsgesellschaft sind in das Begutachtungsverfahren eingebunden, um die Brücke zu anwendungsorientierten Forschungsprojekten zu schlagen.

Die bewilligten Kooperationsprojekte werden in der Folge von den Hochschulpartnern gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Dabei wird jede Institution ihre spezifischen Fachkenntnisse einbringen und Infrastruktur zur Verfügung stellen und so die wissenschaftliche Exzellenz der angebotenen Doktoratsausbildung sichern. Das Programm doc.funds.connect wird auf diese Weise sowohl die Universitäten als auch die Fachhochschulen in ihren wissenschaftlichen bzw. künstlerisch-wissenschaftlichen Schwerpunktsetzungen sowie in ihrer Forschung zusätzlich stärken.

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