Clusters of Excellence (COE)

Zielgruppe
Hochkarätige Forscher/innen an österreichischen Forschungsstätten

Der COE wird von einer Koordinatorin / einem Koordinator geleitet, die/der auch als Director of Research fungiert und damit die Verantwortung für das gesamte Forschungsprogramm des COE trägt. Die/Der Director of Research ist eine herausragende Forscherin / ein herausragender Forscher, die/der an der Trägerforschungsstätte tätig ist.

In ihrer/seiner Koordinationsarbeit wird die/der Director of Research von einem Board of Directors (BOD) unterstützt, in dem jede der Partnerforschungsstätten mit mindestens einer Person vertreten ist; die Trägerforschungsstätte kann zusätzlich zur/zum Director of Research weitere Mitglieder des BOD stellen. Die Forschungsarbeit im COE wird von Key Researchers getragen, deren Arbeit vom Director of Research und dem BOD koordiniert wird.

Außerordentliche Forschungspartner/innen: Falls einzelne Forscher/innen an österreichischen Forschungsstätten, die nicht an Träger- oder Partnerforschungsstätten tätig sind, eine notwendige, spezifische Expertise in den Cluster einbringen können, können diese als außerordentliche Forschungspartner/innen integriert werden. Von dieser Forschungsstätte werden keine Eigenmittel anerkannt.

Zielsetzung
Clusters of Excellence (COE) bilden die erste von drei Säulen der Förderungsoffensive excellent=austria, um den Wissenschaftsstandort Österreich in der internationalen Spitzenklasse weiter zu stärken. Dimension und Reichweite der in einem Cluster umgesetzten Forschung gehen deutlich über das hinaus, was in den bestehenden FWF-Programmen bisher möglich war.  

COE versetzen Gruppen von Wissenschaftler/inne/n an österreichischen Forschungsstätten in die Lage, herausragende kooperative Forschungsleistungen auf einem wissenschaftlichen, bzw. künstlerisch-wissenschaftlichen Gebiet oder auch interdisziplinär zu erzielen und dieses Forschungsfeld auf internationalem Top-Niveau langfristig in Österreich zu verankern. Damit kommt den COE eine zentrale Rolle bei der Ausformung und Stärkung wissenschaftlicher Schwerpunkte der beteiligten Forschungsstätten zu.

COE betreiben herausragende Nachwuchsförderung und forschungsgeleitete Ausbildung, um für die nachfolgenden Generationen von Forscher/inne/n optimale Voraussetzungen in Bezug auf die internationale Konkurrenzfähigkeit zu schaffen. In ihrer Arbeit sind COE der Chancengleichheit und Diversität verpflichtet. COE wirken auch über die Grenzen der Wissenschaft hinaus und sind im Bereich des Wissens- und Technologietransfers durch Kooperationen mit gesellschaftlichen und/oder wirtschaftlichen Partnern aktiv. Somit sollen zur Erreichung des Programmziels Synergien zwischen Forschung von Weltformat, forschungsgeleiteter Ausbildung, Nachwuchsförderung, (inter-)nationaler Vernetzung und Wissenstransfer entstehen.

  • Forschung von Weltformat  
  • Internationale Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Forschungslandschaft  
  • Nachhaltige Finanzierung
  • Schaffung von Synergien, um Forschungsleistungen zu ermöglichen, die von einzelnen Forschungsstätten nicht erreicht werden können
  • Brain-Gain aus dem In- und Ausland
  • Chancengleichheit und Diversität
  • Hochqualitative Nachwuchsförderung und forschungsgeleitete Ausbildung
  • Förderung von Wissenschaftskommunikation und -transfer
  • Unterstützung bei der Anwendung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in Wirtschaft und Gesellschaft).


Anforderungen
Board of Directors (zwischen fünf und acht Personen, inkl. Director of Research, mindestens eine Person pro Forschungsstätte):  

Director of Research an der Trägerforschungsstätte:

  • nachweislich Erfahrung mit der kompetitiven Einwerbung und Koordination international sichtbarer Forschung, idealerweise institutionenübergreifender Forschungsverbünde (z. B. SFB, Forschungsgruppen oder äquivalente internationale Programme).  
  • Management- und Leitungserfahrung in kooperativer Forschung
     

Weitere Mitglieder im BOD:

  • hochkarätige Wissenschaftler/innen an der Träger-bzw. den Partnerforschungsstätten
  • In das BOD können nach Bewilligung des COE auch Mitglieder mit nichtwissenschaftlicher Expertise aufgenommen werden. Die Anzahl von acht Personen darf insgesamt nicht überschritten werden.
     

Weitere Anforderungen:

  • Diese Personen (Koordinator/in, Mitglieder des Board of Directors) müssen eine zumindest 66-Prozent-Anstellung oder eine für den CoE / das BOD relevante leitenden Funktion an der Träger- respektive Partnerforschungsstätte innehaben.
     

Forschungsstätten:

Ein COE besteht aus einer Trägerforschungsstätte sowie mindestens zwei und maximal sieben österreichischen Partnerforschungsstätten.

  • Als Trägerforschungsstätten und als Partnerforschungsstätten sind grundsätzlich alle österreichischen Forschungsstätten antragsberechtigt.
  • Trägerforschungsstätten müssen jedoch Erfahrung mit der Durchführung von kompetitiv eingeworbenen kooperativen Forschungsprogrammen bzw. Forschungsverbünden haben (z. B. kooperative Programme des FWF und international vergleichbare Programme).
  • Neben der Trägerforschungsstätte sind mindestens zwei und maximal sieben weitere Forschungsstätten als Partnerforschungsstätten am Antrag beteiligt.
  • Zumindest eine der Forschungsstätten im COE muss das Promotionsrecht nach UG 2002 besitzen.
  • Die Anzahl der Anträge, bei denen eine Forschungsstätte als Trägerforschungsstätte auftreten kann, ist begrenzt, wobei sich diese Höchstzahl an den beim FWF eingeworbenen Drittmitteln der letzten Jahre orientiert (Anhang A (pdf, 74KB)).
  • Die Anzahl der Anträge, bei denen eine Forschungsstätte als Partnerforschungsstätte auftritt, ist jedoch unbegrenzt.
     

Dauer
60 Monate (verlängerbar um weitere 60 Monate nach einer Zwischenevaluierung)

Höhe

  • Das Jahresbudget eines COE muss zwischen 2 und 7 Mio. EUR/Jahr liegen.
  • 60 % der Gesamtkosten können als Fördermittel beim FWF beantragt werden.
  • 40 % der Gesamtkosten müssen als Eigenleistung der beteiligen Forschungsstätten aufgebracht werden.
     

Antragstellung
Die zum Konzeptantrag eingeladenen Konsortien können bis zum 2. November 2021, 14 Uhr (elane) zwei oder mehrere COE zusammenlegen (Match-and-Merge Verfahren).
Die Einreichung der Konzeptanträge ist zwischen dem 3. November 2021 und dem 15. Dezember 2021, 14 Uhr möglich (elane)

 

Vergabe
Alle Konsortien, deren LOI die Kriterien erfüllen, werden eingeladen, COE-Konzeptanträge einzureichen (Veröffentlichung der Richtlinien 1. September 2021; Deadline für die Einreichung der Konzeptanträge 15. Dezember 2021). Die Konzeptanträge werden einer internationalen Begutachtung nach den üblichen Qualitätskriterien des FWF unterzogen. Bei einer entsprechend hohen Überzeichnung trifft das FWF-Kuratorium auf Grundlage der Gutachten eine Vorauswahl. Die ausgewählten Projekte werden Ende Juni 2022 zu einem Vollantrag eingeladen, der bis Oktober 2022 einzureichen ist. Die finale Förderungsentscheidung wird Ende März 2023 vom FWF-Kuratorium auf Basis von Hearings vor einer internationalen Jury getroffen.


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Antragsunterlagen

Elektronische Antragstellung
elane

Webinare und Antragsberatung
Ab Juni 2021 bietet der FWF für alle interessierten Forschenden und Vertreter/innen von Forschungsstätten spezielle Webinare zur Antragstellung an. Termine und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier online.